Für Handwerksbetriebe

Webseiten für Handwerker sind ein Teil der Arbeit. Nicht die Arbeit.

Zwischen dem Moment, in dem jemand dein Gewerk googelt, und dem Moment, in dem ein Termin in deinem Kalender steht, liegen fünf Stellen, an denen der Auftrag verloren gehen kann. Website, Unternehmensprofil und Telefon sind drei davon. Wer nur eine davon repariert, merkt es nicht einmal, weil die Anrufe, die nie ankommen, in keiner Statistik auftauchen.

Zwei Szenen
Szene 1

Dienstag, 12:40.

Du liegst unter einer Spüle in Halstenbek. Das Telefon liegt im Transporter und klingelt.

Dass gerade jetzt jemand anruft, ist kein Zufall. Wer selbst arbeitet, telefoniert in der Mittagspause oder nach Feierabend. Also genau dann, wenn du auch arbeitest und nicht rangehen kannst.

Der Anrufer hat deine Seite vorher gelesen. Er weiss, was du machst, und er will es. Was ihm fehlt, ist ein Termin und jemand, der die drei Angaben aufnimmt, die du für ein Angebot sowieso brauchst.

Niemand hebt ab. Er legt auf. Und dann passiert nichts Dramatisches: er geht zurück auf die Ergebnisliste und wählt die Nummer darunter. Das war kein verpasster Anruf. Das war ein Auftrag.

Szene 2

Zwanzig Minuten vorher.

Derselbe Mann, dasselbe Problem, bevor er irgendwo angerufen hat.

Er tippt drei Worte bei Google ein, oder er fragt inzwischen direkt einen Chat. Zurück bekommt er fünf Betriebe. Alle fünf haben ein gepflegtes Unternehmensprofil mit echten Fotos, alle fünf haben zwischen vierzig und zweihundert Bewertungen, und bei allen fünf steht auf der Website etwas, das wie eine Antwort auf seine Frage aussieht.

Er ruft nicht fünf Betriebe an. Er ruft zwei an.

Ob du unter diesen fünf bist, wurde nicht heute entschieden. Das wurde über Monate entschieden, von Betrieben, die jede Woche ein bisschen etwas gemacht haben, während du auf der Baustelle warst.

Die Verbindung

Zwischen den beiden Szenen liegt keine Lücke.

Es ist dieselbe Kette. Jedes Glied kann reissen, und wenn eines reisst, ist der Rest egal.

Eine perfekte Website nützt nichts, wenn um 12:40 niemand abhebt. Und ein Telefonassistent nützt nichts, wenn du in der Suche gar nicht erst auftauchst. Deshalb verkaufe ich keine Website und keinen Assistenten, sondern die Kette.

Die Alternativen

Vier Wege. Drei reparieren ein Glied und hoffen.

Jeder davon ist für sich richtig. Das Problem ist, dass keiner die Kette anschaut, bevor er anfängt.

Weg Was er verspricht Wo er bricht
Neue Website bei einer Agentur Endlich ein professioneller Auftritt. Die Seite wird schöner, und die Anrufe um 12:40 gehen weiter ins Leere. Wer die Kette nicht kennt, repariert das Glied, das man sehen kann.
Telefonassistent abonnieren Ab morgen hebt immer jemand ab, ab etwa 30 Euro im Monat. Wenn du in der Suche nicht auftauchst. Dann hebt der Assistent bei Anrufen ab, die ohnehin gekommen wären, und die anderen bleiben aus.
Portale wie MyHammer oder Check24 Anfragen ohne eigenen Aufwand. Am Eigentum und am Preis. Der Kunde gehört dem Portal, du zahlst pro Kontakt und stehst neben drei Wettbewerbern, die über den Preis gehen. Aufhören kannst du nicht, weil dann nichts übrig bleibt.
So weitermachen Läuft doch, die Auftragsbücher sind voll. Nicht heute. Beim nächsten ruhigen Quartal, wenn die Empfehlungen ausbleiben und nichts da ist, das nachliefert. Sichtbarkeit baut man auf, wenn man sie nicht braucht.
Meine Lösung

Erst die Kette anschauen. Dann das schwächste Glied.

Nicht alles auf einmal, und nicht in der Reihenfolge, die sich am besten verkauft. In der Reihenfolge, die sich bei dir zuerst rechnet. Bei dem einen ist das die Erreichbarkeit, bei dem anderen das Unternehmensprofil, und bei manchen ist es gar nichts.

01

Messen, wo die Kette heute reisst

Auf welchem Platz steht der Betrieb für seine wichtigsten Suchen im Umkreis, wie viele Anrufe kommen ausserhalb der Bürozeiten, und was passiert heute mit ihnen. Drei Zahlen, bevor irgendjemand über Lösungen redet.

02

Das Glied schliessen, das am meisten kostet

Wer gut gefunden wird und Anrufe verliert, fängt beim Telefon an. Wer erreichbar ist und nicht auftaucht, beim Unternehmensprofil. Beides gleichzeitig kostet mehr und bringt selten mehr.

03

Den Rest nachziehen, ein Glied pro Monat

Bewertungen, Inhalte für die Suchen aus deinem Umkreis, ein nächster Schritt auf der Seite, der nicht anrufen heisst. Jedes Stück wird gebaut, wenn das vorige sich gerechnet hat.

04

Das Wiederkehrende läuft ohne dich

Beiträge, Bewertungsantworten und Inhalte laufen nach, mit Freigabe durch einen Menschen. Der Betrieb bleibt sichtbar, ohne dass du abends um zehn am Telefon sitzt.

Was ich dir nicht erzähle

Dass ich das schon in zehn Handwerksbetrieben gemacht habe. Das System läuft seit Juni in einem Immobilienbüro, und dort seitdem ohne Unterbrechung. Die Mechanik ist dieselbe: lokaler Betrieb, Termine, Telefon, Bewertungen. Das Gewerk ist ein anderes. Wenn du lieber jemanden willst, der zwanzig Betriebe deines Gewerks betreut, ist das eine gute Entscheidung, und ich sage es dir im ersten Gespräch statt im dritten.

FAQ

Was Betriebe fragen, bevor sie sich melden.

Brauche ich wirklich eine neue Website?
Oft nicht. Wenn die bestehende schnell ist und sich pflegen lässt, ist es meistens günstiger, Struktur und Texte zu ändern als neu zu bauen. Und in ziemlich vielen Fällen ist die Website gar nicht das schwächste Glied. Das sagt die Messung, nicht das Angebot.
Was kostet das?
Das hängt davon ab, wie viele Glieder überhaupt angefasst werden. Deshalb wird zuerst gemessen: wer nur das Telefon schliesst, liegt in einer ganz anderen Grössenordnung als wer Profil, Website und Erreichbarkeit zusammen baut. Der Rahmen steht vor dem Start fest, und die laufende Betreuung ist monatlich kündbar.
Ich habe kaum Bewertungen. Ist das ein Problem?
Es ist das Glied mit dem besten Verhältnis aus Aufwand und Wirkung. Bewertungen kommen fast nie von allein, sie kommen, wenn im Ablauf ein fester Moment existiert, an dem gefragt wird. Das lässt sich in zwei Wochen einführen und kostet nichts ausser Konsequenz.
Meine Auftragsbücher sind voll. Warum jetzt?
Genau deshalb. Sichtbarkeit braucht Monate, bis sie wirkt. Wer damit anfängt, wenn es ruhig wird, fängt ein halbes Jahr zu spät an. Ein Betrieb, der heute unter den ersten fünf steht, hat das vor zwölf Monaten entschieden.
Muss ich dafür etwas lernen?
Nein. Der Teil, der sich wiederholt, läuft automatisiert, und du gibst frei, was in deinem Namen rausgeht. Die Methode für das Unternehmensprofil ist ausserdem komplett veröffentlicht: du kannst sie lesen und selbst umsetzen, wenn du lieber selbst ranwillst.

Bevor du irgendwo einen Vertrag unterschreibst.

Jede Woche schreibe ich auf, welches System gerade in einem echten Betrieb läuft: was vorher von Hand ging, wie es gebaut ist und was dabei kaputtgegangen ist. Mit den Zahlen aus dem Protokoll, auch wenn sie schlecht aussehen. Wer das ein paar Wochen liest, erkennt bei sich selbst, welches Glied reisst, und das ist mehr wert als jedes Verkaufsgespräch.

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