Etwas läuft schon, gebaut mit Lovable, Bubble oder im Gespräch mit einem Sprachmodell, und es wird ernsthaft benutzt. Damit hat es den schwierigen Teil bewiesen: dass es gebraucht wird. Was fehlt, ist selten die Idee. Es ist der Unterbau.
Solange ein Prototyp ein Experiment ist, ist alles daran richtig. In dem Moment, in dem Menschen damit arbeiten, hängt ein Betriebsablauf an Entscheidungen, die für Geschwindigkeit getroffen wurden und nicht für Dauer.
Was jetzt entschieden wird, entscheidet über die nächsten zwei Jahre Entwicklungskosten.
| Weg | Was er verspricht | Wo er bricht |
|---|---|---|
| Von vorne neu bauen lassen | Sauber, professionell, diesmal richtig. | Der Prototyp weiss bereits, welche Schritte gebraucht werden und welche nicht. Das wegzuwerfen heisst, all das noch einmal herauszufinden, diesmal mit Termin. |
| So weiterlaufen lassen | Kostet heute nichts. | Am Tag der ersten Störung, oder wenn der Anbieter Preise oder Grenzen ändert. Dann ist es kein Projekt mehr, sondern ein Notfall. |
| Weiter im Chat bauen | Schnelle Änderungen ohne Entwickler. | Wenn niemand mehr die ganze Anwendung im Kopf hat. Ab fünfzig Bildschirmen weiss kein Gespräch mehr, was wovon abhängt. |
Was im Prototyp steckt, ist die teuerste Erkenntnis des Projekts: welche Schritte gebraucht werden, in welcher Reihenfolge, mit welchen Feldern. Das bleibt. Ersetzt wird, was darunter liegt.
Nicht jeder Bildschirm wird gebraucht. Was nie jemand öffnet, wird auch nicht mitgenommen, und das ist der erste Punkt, an dem Kosten sinken.
Eine Datenbank, die euch gehört, eigenes Hosting, eigenes Deployment. Ab hier bestimmt niemand anderes über Preis und Grenzen.
Lokale Entwicklung, ein Stand zum Testen, und erst dann der Weg zu den Leuten, die damit arbeiten. Das ist der Punkt, an dem Angst vor Änderungen verschwindet.
Wer bei euch technisch dabei ist, bekommt die Umgebung und die Einführung. In zwei Projekten war das die Hälfte der Arbeit und der eigentliche Grund für den Auftrag.
Jede Woche ein System, das gerade läuft, mit dem Unterbau, den es dafür gebraucht hat. Genau die Entscheidungen, vor denen du bei deinem Prototyp stehst, an fremden Projekten durchgespielt. Wenn dich danach etwas konkret beschäftigt, antworte auf eine Ausgabe.
Ein Ablauf pro Ausgabe: was vorher von Hand lief, wie er heute gebaut ist und was dabei kaputtgegangen ist. Mit den Zahlen aus dem Protokoll, auch wenn sie schlecht aussehen.
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